Beim Aufräumen meiner Festplatte hab ich einige alte Bilder meiner Ballista gefunden. Die will ich euch nicht vorenthalten. Allgemein findet man wenige Beiträge im Internet zu funktionsfähigen Nachbauten alter Kriegsmaschinen. Schade eigentlich die Dinger haben einen saumäßigen Wums und kosten so gut wie nichts. Das Modell hier hat eine Reichweite von ca 250 Meter (Pfeil / halber Besenstiel) und wiegt knappe 30 Kilo. Die Torsionsfedern auf den Bildern sind aus Fahrradschläuchen gebaut. Ich hatte ca 20 Schläuche pro Seite verwendet, allerdings ist das Ergebnis eher mäßig ausgefallen. Einige alte Hanfseile brachten deutlich bessere Ergebnisse. Bilder sagen bekanntlich mehr als Worte also hier geht's weiter...

Der Fuß der Ballista besteht aus einem 50 mm Balken und gehobelten Dachlatten für die Standbeine. Beides extrem günstiges Material welches nicht vor behandelt werden muss. Passend absägen, verschrauben, fertig.


Dies war der schwerste Teil der Konstruktion. Zuerst habe ich aus einem schönen Rundholz die Spindel gedreht, befestigt wurde die Rolle auf einem vierkant Eisen.


Hier seht Ihr die Torsionsfedern, einfache Fahrradschläuche. Interessant ist die Art wie sie gespannt wurden. Ich schob ein Stück Wasserleitungsrohr hindurch und hab sie mit zwei Schraubendreher auf Spannung gedreht. Das Rohr in der Mitte erlaubt den einfachen Austausch der Wurfarme. Ein Wurfarm verbiegt sich nach ca. 50 Schuss dermaßen dass er ausgetauscht werden muss. Im Original besitzt eine Ballista Oben und unten ein Zahnkranz der mit dem Gestell verbunden ist, damit lassen sich die Torsionsfedern extrem genau abstimmen. Dies konnte ich bis jetzt noch nicht umsetzen, aber es ist definitiv der bessere Weg.